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Job Reports | Alexander Gugler | 11.04.2017 | 4 min.

ÖBB | Valerie Hackl | Mitglied des Vorstandes

Sie waren in Ihrer Vergangenheit österreichische Geräte-Mehrkampf-Vizemeisterin und Gerätedoppelstaatsmeisterin 1998, EM-Teilnehmerin 1998 und WM Teilnehmerin 1997. Was hat Sie dazu bewegt, von so einer erfolgreichen Sportlerlaufbahn zu einer wirtschaftlichen Karriere zu wechseln?

Rhythmische Sportgymnastik habe ich als Kind und Jugendliche ausgeübt. Ich habe jedoch nie eine Sportprofikarriere angestrebt, da für mich immer klar war, dass ich studieren  will. Den Wirtschaftsbereich fand ich schon immer sehr spannend und vielseitig, weshalb ich mich für das BWL-Studium an der WU Wien entschieden habe.  Man hat nach diesem Studium eine sehr breite Ausbildung und viele unterschiedliche Berufsmöglichkeiten.

Was können Sie aus den sportlichen Erfahrungen für Ihren jetzigen beruflichen Alltag nutzen?

Für meinen jetzigen Beruf hat mich der Sport vor allem hinsichtlich Leistungsorientierung und Zielstrebigkeit geprägt. Ich habe gelernt Leistung zu erbringen, Ziele festzusetzen, zu verfolgen und diese auch zu erreichen.

Wenn man Ihren Lebenslauf betrachtet, sieht man, dass Sie in ganz verschiedenen Sparten tätig waren. Zuerst Consulting, dann im Bildungsbereich und nun bei der ÖBB. Welche dieser Tätigkeiten hat Sie am meisten geprägt?

Natürlich hat mich die Zeit als Consultant sehr geprägt, da es mein erster Job nach dem Studium war und ich hier das erste Mal Kontakt mit der realen Berufswelt hatte. Gerade das Consulting ist ein sehr intensiver Beruf, mit einem hohen Zeitinvest. Dort habe ich gelernt, wie man effizient und durch unterschiedliche Methoden zu Ergebnissen kommt und wie man diese Ergebnisse kommuniziert, um auch Akzeptanz für die Projekte zu schaffen. Diese Werkzeuge aus der Beratung sind für mich bis heute sehr wesentlich.  In dieser Zeit  wurde mir zudem die Möglichkeit geboten, meine Dissertation in St. Gallen zu schreiben.  Das waren großartige Jahre – wieder zurück auf die Uni, Neues lernen und an einem spannenden Thema arbeiten.

Bei den ÖBB bin ich seit 2012. Es ist eine ganz andere Umgebung und natürlich ist es viel spezialisierter. Ein großer Unterschied zum Consulting ist die Kontinuität. Hier habe ich die Möglichkeit langfristig an Themenstellungen zu arbeiten und wechsle nicht alle 3 Monate das Projekt wie früher im Consulting.

Warum die ÖBB?

Die ÖBB sind der größte Mobilitätsanbieter Österreichs. Intelligente Mobilität ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen, Damit gibt es hier großen Gestaltungsspielraum. Wir entwickeln uns zum Integrator, sodass der Kunde mit uns vom Anfangspunkt bis zum Endpunkt seiner Reise kommt und nicht nur von Bahnhof zu Bahnhof.

Sie haben tatkräftig mitgeholfen, Teach for Austria, die heuer auf der win² vertreten sind, aufzubauen. Was hat Sie damals an dem Projekt fasziniert und wie beurteilen Sie deren Entwicklung?

Ich habe Walter Emberger kennengelernt als er begann diese Initiative in Österreich aufzuziehen. Teach for Austria ist eine herausragende Organisation, um Kindern und Jugendlichen die Grundlage für gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe an allen Ausbildungswegen zu ermöglichen und aufzuzeigen. Ungeachtet ihres sozialen Standes oder ihrer Herkunft! . Ich habe meine Dissertation bereits im Bereich Social Entrepreneurship geschrieben und hatte schon immer großes Interesse daran, sozialen Impact durch unternehmerische Strukturen und ökonomisches Handeln zu schaffen.

2012 haben Sie bei der ÖBB begonnen und sind nun seit Ende 2015 Mitglied des Vorstandes der ÖBB-Personenverkehr AG. Wie kam es zu so einer rasanten Karriere?

Es hat damit zu tun, dass mir Leistung und Ergebnis wichtig sind und ich eine zielstrebige Person bin. Ich hatte auch Glück mich in einer Umgebung zu bewegen, die mich förderte. So kam es, dass ich von einer Assistenzposition die Strategieleitung übernahm.  Von dort ergriff ich die Gelegenheit, mich für die Position des Vorstandes zu bewerben. Mein Herz schlägt für den Personenverkehr, weil dort Industrie auf Kundenerlebnis treffen.

Was sind Ihre nächsten beruflichen Ziele? Wo kann man Ihren persönlichen Fußabdruck bei der ÖBB erkennen?

Mein Ziel derzeit ist, den ÖBB-Personenverkehr weiter zu entwickeln und zu stärken. Das sind beispielsweise Initiativen wie der Nightjet, womit wir uns in die internationale Liga katapultieren und zu DEM mitteleuropäischen Anbieter von Nachtverkehr werden. Das ist zwar ein Nischensegment, können jedoch neue Akzente setzen. Außerdem werden wir den Schienenverkehr weiter ausbauen und als nächstes größeres Projekt die Bedienoberfläche unserer Ticketautomaten erneuern. Somit gibt es  einen „Blumenstrauß an Themen“, die wir aktuell vorantreiben.

Bei Ihrer Position nehme ich an, dass Ihr Beruf viel Zeit in Anspruch nimmt. Wo sieht man Sie, wenn Sie nicht in Meetings oder vor Ihrem Schreibtisch sitzen?

Ich habe zwar eingangs erwähnt, dass mein Sportpensum durch den Leistungssport aufgebraucht ist, aber ein bisschen körperliche Bewegung für den Ausgleich brauche ich dann doch. Berge, Wald und generell die Natur sind Orte, wo ich wieder Energie tanke und ich mich erhole.



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