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Job Reports | Alexander Gugler | 02.04.2017 | 4 min.

Peek & Cloppenburg | Tilo Hellenbock | Bereichsleiter Verkauf

Als Bereichsleiter Verkauf ist Tilo Hellenbock die Schnittstelle zwischen den Unternehmenszentralen in Düsseldorf und Wien sowie den einzelnen P&C-Verkaufshäusern. Durch die große Personalverantwortung spielt das Thema Führung für ihn eine zentrale Rolle. Dabei immer Mittelpunkt: der Mensch.

Herr Hellenbock, Sie sind Bereichsleiter Verkauf – was genau kann man sich darunter vorstellen?

Als Bereichsleiter Verkauf bilde ich die Schnittstelle zwischen unseren Unternehmenszentralen in Düsseldorf und Wien sowie den einzelnen P&C-Verkaufshäusern ab. Aufgrund der großen räumlichen Distanz ist klare Kommunikation und strukturiertes Arbeiten an dieser Stelle besonders wichtig. Ich verantworte hierbei 13 Verkaufshäuser in Deutschland sowie 47 Standorte im europäischen Ausland. Neben der Entwicklung der Verkaufshäuser und Kennzahlen steht die Personalentwicklung im Mittelpunkt meines Handelns. Gleichzeitig leiste ich meinem Beitrag den Verkauf bei P&C strategisch weiter zu entwickeln, indem ich das dynamische Marktumfeld mit seinen Herausforderungen und Chancen analysiere und zentralseitig mit relevanten Fachbereichen aktuelle Themen diskutiere.

Wie sieht eine typische Arbeitswoche bei Ihnen aus?

Jede Woche ist per se erst einmal anders. Dies hängt vor allem mit der Vielzahl an Verkaufshäusern und Mitarbeitergruppen zusammen, die alle unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse haben. Natürlich gibt es aber auch Routinen und Termine, die regelmäßig stattfinden. Montags zum Beispiel komme ich mit den anderen Verkaufsleitern in der Zentrale zusammen, um operative und strategische Fragen zu behandeln, bevor es den Rest der Woche in die Verkaufshäuser geht, wo dann der Mensch im Mittelpunkt steht.

Das klingt nach viel Verantwortung: Führung spielt in Ihrer Position eine zentrale Rolle. Was macht in Ihren Augen eine gute Führungskraft aus? 

Eine gute Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihr Team entwickelt und jedem Einzelnen Sicherheit und Orientierung gibt, losgelöst davon, ob die Kennzahlen erfolgreich sind oder nicht. Insbesondere in schwierigen Zeiten trennt sich die Spreu vom Weizen und es zeigt sich, wer seine Mannschaft dauerhaft und nachhaltig motivieren kann um Frustration entgegen zu wirken. Eine starke Führungspersönlichkeit muss Verantwortung abgeben können und die Mitarbeiter darin bestärken selbstständig zu handeln. Natürlich passieren da auch schon mal Fehler, aber Fehler sind Lerneinheiten und man kann sie in unserem Berufsfeld (fast) immer wieder glattziehen.

Und was ist ihr persönliches Credo?

Mein Credo: Jeder ist anders und somit gibt es auch keinen perfekten Führungsstil. Führung ist individuell und muss zur eigenen Persönlichkeit passen. Hilfreich ist es hierbei auch mal nach links und rechts zu schauen, sich zu hinterfragen, was man von anderen Führungsstilen übernehmen möchte und was nicht.

Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Führungskräfte? 

Aufgrund der dezentralen Organisationsstruktur des Verkaufs ist Vertrauen das A&O. Man muss sich auf seine Führungskräfte verlassen können, dazu gehört auch, dass verschiedene Spielregeln eingehalten werden. Ich vertraue meinen Mitarbeitern zu 100 Prozent und erwarte im Gegenzug natürlich auch, dass sie das gleiche Vertrauen in mich setzen.

Plaudern Sie doch einmal aus dem Nähkästchen: Welche „Führungsfallen“ gibt es und wie kann man sie am besten vermeiden? 

 Aus meiner Erfahrung gibt es drei KO-Kriterien, die eine Führungskraft scheitern lassen:

  1.  Nicht entscheiden: Wer nicht entscheidet, der wird nicht mehr gefragt und langfristig nicht mehr gesehen.
  2. Eingefahrene Antennen: Wer nicht zuhört und versucht sein Gegenüber zu verstehen wird schnell den Bezug zur „Mannschaft“ verlieren. Jedes Handeln hat eine Motivation. Dies Herauszufinden ist Basiswerkzeug jeder Führungskraft.
  3. Öffentlich kritisieren: Lob vor Publikum ist prima, Jemanden öffentlich auf Fehler anzusprechen ist ok, ihn hingegen vor Publikum zu kritisieren geht nicht – hier ist stattdessen ein Gespräch unter vier Augen zu empfehlen.

Kann man Führung lernen?

Ja, über die Zeit kann man aus seinen Erfahrungen und Fehlern lernen und zu einer Führungskraft heranwachsen. Eine wirklich gute Führungskraft zeichnet sich jedoch zu gleichem Maße durch Fleiß und eine begeisterungsfähige Persönlichkeit aus. Zumindest Zweiteres kann man nur schwer verändern. Man muss der Typ sein, der gerne mit Menschen kommuniziert, Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt.

Welchen Tipp können Sie Berufseinsteigern mit auf den Weg geben? 

Reflektieren Sie Ihre Karrierewünsche! Führen Sie sich selbst vor Augen, was Sie gerne machen, worin Ihre Stärken liegen und was sie antreibt. Erst durch die Symbiose dieser Kriterien werden Menschen wirklich erfolgreich in dem was sie tun. Der monetäre Anreiz sollte dabei immer zweitrangig sein, denn wenn man nicht liebt was man tut oder nicht gut darin ist, dann wird man nie wirklich Erfolg haben.

Zu guter Letzt: Nennen Sie drei Dinge, die Sie als Vorgesetzter ausmacht.

  1. Positiv denken, positiv denken, positiv denken 🙂
  2. Priorisieren und Entscheidungen treffen
  3. Verbindlich und berechenbar sein

Wollt Ihr noch weitere Einblicke in den Arbeitsalltag bei Peek & Cloppenburg erhalten? Weitere Interviews findet Ihr im Karriere Blog!



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